Was ist ein Mütter- / Familienzentrum

Das erste Mütterzentrum in der Schweiz wurde 1988 in Bern-Bethlehem als Pilotprojekt lanciert.

Zurzeit sind in der Schweiz ca. 22 bestehende Mütter- und Familienzentren im Dachverband der Schweizerischen Mütterzentren organisiert. Fast alle Mütter- und Familienzentren sind das Produkt der Eigeninitiative einzelner Frauengruppen. Als niederschwellige Anlaufstelle und Hilfe zur Selbsthilfe stehen sie allen Erziehenden und deren Kindern offen.

Sie bieten ein regelmässiges und strukturiertes Angebot, das je nach finanziellen und räumlichen Verhältnissen eines Mütter- oder Familienzentrums unterschiedlich geprägt ist. Organisiert, mitgestaltet und geführt wird es von Frauen, die vorwiegend in der Familie aktiv sind. Sie haben die Möglichkeit in den unten aufgeführten Bereichen mitzuarbeiten und eigene Ideen einzubringen.

Die Mitarbeit wird je nach finanzieller Situation des Mütter- oder Familienzentrums entschädigt. Dieses Aktivsein ausserhalb der Familie hat schon vielen Müttern den späteren Wiedereinstieg ins Berufsleben erleichtern können, da wichtige Schlüsselkompetenzen erlernt oder angewendet werden können.


Eckpfeiler eines Mütter- oder Familienzentrums sind:

Kaffee-Stube

  • als Treffpunkt für Mütter, Väter, Kinder und weitere Interessierte
  • hilft Schwellenängste zu überwinden
  • schafft die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, Tipps und Anregungen zu erhalten
  • gegenseitige Hilfeleistung

Spielzimmer/Kinderhütedienst

  • für Kinder von Besucherinnen der Kaffee-Stube
  • für Kinder von Mitarbeiterinnen
  • für Kinder, die zu festgesetzten Zeiten stundenweise gehütet werden, damit die Mütter/Väter Entlastung finden

Weiterbildungsangebote

  • Kurse in verschiedenen Bereichen wie Elternbildung, Freizeitkurse und Persönlichkeitsentwicklung
  • nach Möglichkeit angeboten von Müttern für Mütter (Nutzen eigener Ressourcen)
  • Kinderhütedienst während des Kurses
  • spezifische Weiterbildungsangebote für Mitarbeitende von Mütterzentren

Weitere Angebote können z.B. sein

  • Familienmittagstisch
  • Bastelnachmittage für Kinder
  • Ausflüge
  • Kinderkleiderbörse
  • o.ä.

Mütter- und Familienzentren wollen keine Konkurrenz sein zu bereits bestehenden Angeboten. Sie sind vielmehr bestrebt, die Zusammenarbeit mit den vor Ort bestehenden Institutionen und Fachstellen im Bereich Familie zu fördern.